Nachhaltigkeitsbericht MG Power Engineering AG

Für Reisen wird in Beratungsunternehmen wie MG Power Engineering AG am meisten Energie verbraucht. Entsprechend hat sich MG Power Engineering AG bereits vor drei Jahren entschieden, die individuellen Autofahrten auf Elektromobilität um zu stellen. Die Bedenken, ob nun die Ladung reicht oder nicht, lösten sich bald in Luft auf. Denn kleine und grössere Geschäftsreisen sollten auch aus wirtschaftlichen Überlegungen genau geplant werden. Denn wer einfach aus Lust am schönen Auto und aus Bequemlichkeit die Geschäftsreise ohne Prüfung von Alternativen antritt, der vergibt sich ein grosses Potenzial.

Mobilität
Darum war schon seit mehr als 10 Jahren das Mobilitätskonzeptes Teil der strategischen Erfolgspositionen. Mit der Planung einer Geschäftsreise (Kundenbesuch mit mehr als zwei Stunden Reisezeit an einem Tag) wird geprüft, ob das Auto oder der öV die bessere alternative ist. In der Bahn kann die Zeit produktiv zum Arbeiten oder ausruhen genutzt werden. Beides geht mit dem Auto nicht. Das Telefonieren im Auto geht auch nur für kurze einfache Mitteilungen. Ein Kundengespräch aus dem Auto, das über einen einfachen Informationsaustausch hinausgeht, ist eine anmassende Frechheit, die eine Respektlosigkeit darstellt, die seinesgleichen sucht. Dagegen wird das Auto verwendet, wo die Reisezeit mit vielen Umsteigevorgängen, langen Wartezeiten und Buslinien erschwert und unverhältnismässig verlängert wird. Das können auch kurze Fahrten sein.

Energie im Büro
Energie wird aber auch für den Bürobetrieb und den Ressourcenverbrauch benötigt. Daher  bezieht MG Power Engineering AG vom Verteilnetzbetreiber von Dübendorf, der Glattwerk AG, erneuerbare Energie. Das klingt vordergründig schon recht gut und beruhigt das Gewissen. Aber der Schein trügt, denn anders als die privaten Strombezüger haben die KMU die Wahl gar nicht: Sie beziehen nämlich den Strommix der Glattwerke 35.54 % aus erneuerbaren Energien und 64.46 % aus Kernenergie.[^Stromkennzeichnung 2018] Damit eine Firma wie MG Power Engineering AG doch ein bisschen ein grünes Mäntelchen anziehen kann, gibt es Förderprogramme die mit einem Energieaufpreis gefördert werden können. Faktisch kann eine Firma im Gegensatz zu privaten in Dübendorf daher nie vollständig erneuerbare Energie beziehen. Eine diesbezügliche Anfrage bei der Glattwerk AG im November 2019 wurde nie beantwortet. Die Tabelle zeigt die Fakten

Papier im Büro
MG Power Engineering AG ist auf dem Weg zum papierlosen Büro. Schon seit einigen Jahren werden für die Projektarbeit keine Ausdrucke mehr gemacht. Nur ganz wenige Werkverträge und Honorarverträge kommen noch in Papierform.

Für die Administration ist Papier zur Zeit noch erforderlich, da verschiedene Versicherungen sich nicht in der Lage fühlen, papierlos zu arbeiten oder dafür höchst umständliche Workflows definiert haben.

Zur Zeit arbeiten wir an der Digitalisierung der Buchhaltung und dem Postverkehr was bis ende Jahr abgeschlossen sein soll.

MG Power Engineering AG ist also auf gutem Weg, ist aber wie viele andere Unternehmen noch fremdbestimmt. Hier braucht es noch politischen Wille, dies zu ändern.
 

Eine Branche kanibalisiert sich wegen einer falschen Formel …

Die Elektroplanungsbranche führt einen mörderischen Preiskampf und rechnet dabei mit einer Formel, welche die heterogen Leistung nicht korrekt wiedergibt. Die SIA-Honorarformel, welche die gesamte Leistung in Funktion der dritten Wurzel aus der Bausumme wiedergibt ist historisch begründet. In einer Zeit wo der grosse Teil der Bausumme aus Elektroinstallation und ein paar Schaltgerätekombinationen bestand, hatte sie meinetwegen noch eine Berechtigung. Heute setzen sich die Arbeiten aber aus vielen anderen Komponenten wie Anlagenbau in den Bereichen Notstrom, Trafostationen, grossen Energieverteilung und auch aus Anlagen die als fertige Produkte angeliefert werden zusammen, wie z. B. USV-Anlagen, Brandmeldeanlagen, Videoanlagen etc.

 

Der Leistungsumfang bei solchen Anlagen ist nicht der selbe. Wenn man alles über den selben Leist schlägt, entstehen zwangsläufig Quersubventionen. Im Anlagenbau und auch bei USV-Anlagen delegieren die meisten Planungsbüro die Leistung teilweise vollständig an die Lieferanten. Die hohen Investitionskosten, die honorarberechtigt zu den Installationskosten gezählt werden und damit mit der Honorarformel zu einem Gesamthonorar verrechnet werden, ergeben ein falsches Bild der Kosten.

 

Die Folge ist, dass die Planungsbüros pragmatisch die zeitaufwendige Elektroinstallation mit den Anteilen aus dem Anlagenbau quersubventionieren. Die Planungsqualität im Bereich des Anlagenbaus ist teilweise unter allen Massstäben, wie mir enttäuschte Bauherren immer wieder bestätigen. Die Planungsbüros haben keine Kompetenzen in diesen Bereichen und delegieren die Arbeiten an die Lieferanten und Anlagenbauer. Weil das alle oder eben die meisten tun, sinkt das Preisniveau zu Gunsten kurzfristiger Auftragsakquisition. Das nützt niemandem, schadet aber der Branche, weil der Ruf der gesamten Branche dadurch am Boden ist. Das schadet aber auch anderen: Ingenieurbüros, die im Bereich des Anlagenbaus sehr detaillierte Arbeiten leisten und dabei fundierte Kenntnisse bieten, können nicht mehr kostendeckend arbeiten. Für sie wird die Luft immer dünner.

 

Der elitäre SIA, der nur Akademiker höchster Stufe als Mitglieder akzeptiert, verschläft die Situation. Weil neuere Planungsbüros keine ETH-Ingenieure (mehr) beschäftigen, können sie auch nicht dem SIA beitreten. Sie sind in anderen Verbänden organisiert: USIC und was besonders bedenklich ist: Beim Verband der Elektroinstallateure (VSEI), dazu weiter unten. Der Mitgliederschwund ist dem SIA wohl bekannt. Daher schaut er auch bei den Alteingesessenen nicht nach, ob die noch ETH-Ingenieure beschäftigen. In den vergangenen 20 Jahren wurde Ingenieurbüros von Ihren Besitzern und Inhaber eines ETH-Titels an Jungunternehmer weitergegeben, die keinen ETH-Titel haben und den für die Elektroplanung notabene auch nicht brauchen. Aber den SIA interessiert das aus naheliegenden Gründen nicht. So kommt es, dass die Branche nach Aufhebung des Kartelles anfangs der 1990er-Jahren verzettelt organisiert ist und dem gut und kohärent organisierten KBOB gegenüber steht. Der KBOB vertritt die öffentlichen Bauherren, aber auch private institutionelle Bauherren blicken gerne auf diese Massstäbe. Daneben ist noch die weniger bekannte Interessengemeinschaft privater und professioneller Bauherren IPB, welche die gleichen Interessen wie der KBOB bezüglich Einkauf von Planerdienstleistungen vertritt. Es ist geschlossenes Oligopol, ja man könnte sogar von einem Auftraggebermonopol sprechen, entstanden. Es stehen also viele schlecht organisierte Anbieter zwei grossen Abnehmermächten gegenüber. 

 

Das alles muss zwangsläufig langfristig zu einem vom Preis getriggerten Wettbewerb führen, der sich in einer Abwärtsspirale bewegt: Schlechter Preis, schlechte Dienstleistung, noch schlechter Preis noch schlechtere Dienstleistung usw. Eine Profilierungsstrategie ist hier drin nicht mehr möglich, nicht mehr glaubwürdig.

 

Wenn auch die Rechnung für grosse und mittlere Büros, die Multiplikationseffekte nutzen können, heute noch aufgehen dürfte, so muss sich die Frage gestellt werden wo das hinführt. Kleinere Elektroplanungsbüros ziehen mit und gehen den selben Weg. Sie habe weniger Overhaedkosten, daher geht es auch noch. Sie machen sich oft auch zu nutzen, dass im Bereich des Anlagenbaus nicht viel Arbeit ausser schön davon zu reden anfällt. Aus der Situation heraus orientieren sich einige auch an neuen Geschäftsmodellen, die zwischen Generalunternehmen und Planung angesiedelt sind. 

 

Genau diese Tendenz ist besonders heikel für die Bauherren. Auch dass die Elektroplaner bei VSEI Mitglied sind, ist heikel. Es gibt den Grundsatz der strengen Trennung zwischen Planung und Ausführung. Dieser wird damit subtil und schleichend untergraben. Der Planer soll klar auf der Seite des Bauherrn stehen, seine Interessen vertreten und die gesamte Projektabwicklung bedingungslos nach den Interessen des Bauherres ausrichten. Das kann und macht er nicht mehr, wenn er in einem Verband der Gegenseite ist. Der VSEI nimmt aber nicht nur über die Mitgliedschaft Einfluss auf die Planer, sondern auch über die Ausbildungen Elektroplaner/In EFZ, Elektroprojektleiter mit FA usw. Auch Ausbildung für die höhere Fachprüfung zum Elektroinstallateur enthält Planungsbestandteile. Nicht wenige sind dann in Planungsbüros tätig. Der VSEI verlangt von den in der Branche tätigen Büros, die nicht im Verband sind, aggressiv Beiträge für diese Berufsbildungen. Diese Strategie ist gut für die Installationsfirmen, nicht jedoch für die Planer und Bauherren. Denn diese Vermischungen sind gefährlich, sie untergraben die Glaubwürdigkeit einer ganzen Branche. Sie führen aber auch zu höheren Kosten, denn es werden Gefälligkeitsinvestitionen getätigt, ausführungsfreundliche Ausschreibungspakete geschnürt usw.

 

Es ist also eine Neuorientierung notwendig und die kommt ganz bestimmt. Es ist nur noch nicht klar, ob sie von der Bauherrenseite oder von einem innovativen Marktteilnehmer her kommt. In diesem Zusammenhang kommt mir gerade die Situation auf dem Handymarkt in den Sinn, als Apple mit dem iPhone in den Markt eintrat. Auch da war das Angebot bei den Smartphones schon seit Jahren höchst unbefriedigend.

 

Verbesserungen an Qualitätssicherungsinstrumenten wäre nur Symtombekämpfung und bringt ausser Kosten nichts. Marketing und Schönreden ist auch am Ende der Stange angelangt. Auch der Einkauf von Billigdienstleistungen aus dem Ausland ist nicht zielführend. Es braucht hingegen eine Neuorientierung, die sich am Überdenken des Geschäftsmodell entlang der gesamten Wertschöpfungskette orientiert. Das Ändern von Honorierungsmodellen ist dabei nur ein Aspekt unter vielen. Vielleicht muss die Kette auch aufgetrennt werden um neu und völlig anders zusammengesetzt zu werden …

 

Bis es soweit ist, haben wir genau zwei Lösungen: http://www.power-engineering.ch/news/

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20 Jahre MG Power Engineering AG ...

MG Power Engineering AG wurde im Jahr 1999 zuerst als Einzelfirma und ein Jahr darauf als AG gegründet. In diesen vielen Jahren durften wir viele sehr anspruchsvolle Projekte abwickeln, spannende Studien und Expertisen durchführen und renommierte Auftraggeber in komplexen Fragestellungen beraten.